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Während
der gesamten Hannoverschen Zeit, also von 1700 bis 1803, ist das Amt
Wildeshausen in seiner äußeren Gestalt nicht verändert
worden, sondern stets eine Einheit geblieben. Die Amtmänner als
erste Verwaltungs- und Gerichtsbeamte amtierten relativ lange.
Der
auf Johann Eberhard von der Horst folgende Amtmann Johann Heinrich
Rupertshoff übte diese Funktion von 1715 bis 1724 aus. Sein
Nachfolger wurde der bisherige Kanzleisekretär in Celle, Johann
Henrich Hinüber, der das Amt von 1724 bis zu seinem Tod Ende
November 1775 leitete, für seine Verdienste mit dem Oberamtstitel
geehrt und 1770 sogar in den Drostenrang erhoben wurde. Vom Kaiser
erhielt er am 31. August 1775 den Adelsstand mit der Bezeichnung
„von“, das Privileg, sich so zu nennen und die
Lehensberechtigung. Dem Vater folgte der bisherige Postkommissar Just
Wilhelm Hinüber (später von Hinüber), von 1770 bis 1776
als Amtsmanns-Adjunkt unter Beibehaltung des Postkommissariats, dann
als Amtmann und seit 1802 bis zu seinem Tod 1808 als Oberamtmann.
Den
Bemühungen Johann Henrich Hinübers ist es zu verdanken, dass
Wildeshausen ein eigenes Amtshaus erhielt. 1725 schlug er, weil das
bisher von den Beamten zur Miete bewohnte Haus sich in sehr schlechtem
Zustand befand, einen Neubau auf einem Bauplatz bei der Kirche nach der
Hunte zu vor. Dort habe vormals der Graf von Wasaburg ein Haus erbauen
wollen (gemeint ist wohl das 1650/51 angefangene und nicht vollendete
Schloss). Mit der Planung wurde 1726 der Architekt und Oberbaumeister
Johann Christian Böhm in Hannover beauftragt, doch konnte der Bau
erst ab 1729 unter Böhms Leitung durchgeführt werden.
Dafür wurden z.T. von der Gräfin Angelika Catharina von
Wasaburg aus dem Abbruch des Schlosses Huntlosen gekaufte Steine
verwendetet. Die Dachpfannen kamen aus Ostfriesland.
1730
war das durchaus repräsentative Fachwerkgebäude fertig. Nach
Hoffmann ist es „ein schlichter, zweigeschossiger, barocker
Fachwerkbau mit einem hohen Walmdach als ein schönes Beispiel
für das einfache Bauen auf den Lande im 18. Jahrhundert“.
Von 1790 bis 1794 wurde zusätzlich im Amtshofbereich ein
Pfortenhaus für die Amtsstube, die Registratur und das
Gefängnis errichtet. Hierfür verwendete man teilweise die
Kieselsteine aus dem kurz zuvor (1789) abgebrochenen
Gefängnisturm. Das Amtshaus wurde lange Zeit als Katasteramt
genutzt. |
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| Kurz informiert: |
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Von 1700 – 1803 wurde das Amt in seiner aüßeren Gestalt nicht verändert. |
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1725/26 Planung eines Neubaus auf dem Bauplatz bei der Alexanderkirche an der Hunte. |
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1729 Baubeginn unter der Leitung Johann Christian Böhms. |
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1730 Fertigstellung des zweigeschössigen, barocken Fachwerkgebäudes. |
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1790
– 1794 Ein Amtshofbereich mit Pfortenhaus für die Amtsstube,
die Registratur und das Gefängnis wurde errichtet. |
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Das Amtshaus wurde lange Zeit als Katasteramt genutzt. |
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